Digitale Gruppenstunden der Rover I

Erschienen am 4. Juli 2020 in Rover

Miriam Steindorff

 

Mitte März standen wir vor dem gleichen Problem wie alle anderen: Die Gruppenstunden wurden abgesagt. Wie die Meisten stiegen wir auf digitale Treffen um, doch schon bald stellte sich uns die Frage, wie füllen wir die Zeit? Unsere Sommerfahrt konnten wir schließlich nicht weiter planen, denn ob die überhaupt stattfinden könnte war alles andere als sicher.

Montagsmaler und Stadt-Land-Fluss, schön und gut, aber für mehrere Monate? Zum Glück ergriffen unsere Leiter*innen die Initiative und wir wagten uns an inhaltliche Gruppenstunden.

Dafür kam uns ganz gelegen, dass wir diesen Sommer unser Roverversprechen machen wollen, und so ein Versprechen will ja gut vorbereitet sein.

Kluft mit rotem Halstuch

Unsere Leiter*innen haben also drei inhaltliche Gruppenstunden zu den Leitsätzen bzw. Mottos der Roverstufe vorbereitet, bei denen wir unsere bisherige Roverzeit reflektieren sollten und natürlich auch Anregungen für die Zukunft mitnehmen konnten. Material und Infos brachten sie uns persönlich in einem großen Briefumschlag nach Hause und schon konnte es losgehen:

#roverschutzgebiet

In der ersten Gruppenstunde, machten wir uns schick, und zwar in rot, außerdem bereitete jede und jeder rote Snacks und Getränke vor. Dann ging es um das Motto „Roverinnen und Rover pflegen ihren eigenen Stil“ und wir überlegten, was unsere Gruppe ausmacht. Als Nächstes verglichen wir unsere Erwartungen und Ängste an unser Leitungsteam, die wir am Anfang des Jahres gesammelt hatten, mit der jetzigen Situation. Keine unserer Ängste hatte sich erfüllt und so wurde das Ganze zu einer aufrichtigen Komplimenterunde!

“Roverinnen und Rover probieren sich aus”

In der nächsten Gruppenstunde stand unter anderem das Motto „Roverinnen und Rover probieren sich aus“, oder auch „Roverinnen und Rover scheitern schöner“ auf dem Programm. Dafür musste jeder zu Hause eine Kettenreaktion vorbereiten, die bestenfalls am Computer endete. Viele wurden richtig kreativ und holten vergessenes Spielzeug und Murmelbahnen hervor. Außerdem musste jede und jeder einen vorgegebenen eher ungewöhnlichen Gegenstand einbauen, wie zum Beispiel einen Akkuschrauber oder eine Topfpflanze. Nun ja, was soll ich sagen, trotz guter Vorbereitung behielt das Motto doch bei einigen recht und es lief nicht alles wie am Schnürchen, eine Menge Spaß gemacht hat es natürlich trotzdem!

Die dritte Gruppenstunde war das Highlight: Ein internationales Scout-Festival! Unser Leitungsteam hatte sich überlegt, dass jede und jeder von uns Infos über Pfadfinden in einem Land heraussuchen solle, welches die anderen dann erraten müssten. Zum Schluss stand noch: Wer Pfadfinder*innen aus anderen Ländern kenne, könne sie auch gerne einladen. Gesagt, getan, wir hängten uns ordentlich ins Zeug und hatten am Ende sieben Gäste aus sechs verschiedenen Ländern von drei verschiedenen Kontinenten in unserer Zoom-Session zu Gast! Wir tauschten uns natürlich über Pfadfinden in unserer Heimat aus und bearbeiteten dann sogar noch das letzte Motto „Roverinnen und Rover sein motiviert“ gemeinsam in internationalen Kleingruppen. Dabei redeten wir darüber, welche Ziele wir noch haben für unsere restliche Roverzeit aber auch, wer was für Projekte schon umgesetzt hat.

Internationale Gruppenstunde

Auch nach Ende der offiziellen Gruppenstunde blieben noch fast alle Gäste und einige von uns online und unterhielten sich angeregt weiter, jetzt nicht mehr nur über Pfadfinden, sondern über das Leben in unseren Heimatländern allgemein. Z.B. über Politik, Bildung oder die Situation mit Corona. Das war nochmal echt interessant und einzigartig, so viele verschiedene Perspektiven zu entdecken!

Unser Fazit

Wir alle waren begeistert, wie gut alles geklappt hat und wurden wir uns so richtig unserem Privileg bewusst, so gut Englisch sprechen zu können. Denn so kamen wir richtig gut ins Gespräch und es hat allen Beteiligten echt Spaß gemacht. Ganz sicher wurde dadurch unsere Motivation fürs Pfadfinden gestärkt, da wir mal wieder gemerkt haben, dass wir Teil einer internationalen Bewegung sind, die solche echt bereichernden Erfahrungen möglich macht!

Wir können nur sagen, auf jeden Fall merken, auch für nach Corona! Und einen großen Dank an unsere Leiter*innen für die coole Idee!

Die Rover I, Max Kolbe, i.A. Miri

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